Seb Black

Seb Black, Noisolution, Emery Street, Eisbär

Das ‚Quartier Latin‘ von Montréal. Am Südende der endlosen Rue St. Denis verpasst man schnell die Emery Street. Außer einem Kinocenter hat die kurze Straße wenig zu bieten. Und doch in N° 333 residiert Sebastian Schwarz aka SEB BLACK in seinem Reich voller Instrumente, Studio-Equipment, viktorianischer Sofas und Bücherregale, Poster und Künstlerporträts, vollen Aschenbechern und im Halbdunkel lauernden ausgestopften Tieren.

 

Das Alternativ-Imperium in der Emery Street

 

Das Labyrinth gleicht eher einer bizarren Wunderkammer als einem Tonstudio – zu dem seit Herbst 2013 übrigens das ehemalige Arcade Fire Studio zählt, der renovierte Freimaurertempel außerhalb der Stadt ergänzt die Idee dieses Alternativ-Imperiums geradezu perfekt.

 

Charismatischer Außenseiter

 

SEB BLACK ist Sänger, Songwriter, Toningenieur, Produzent, Videomacher und im Herzen ein Punk – ein charismatischer Außenseiter. Inspiriert von den Musikkulturen der zweisprachigen Metropole zwischen Mississippi-Blues, französischen Troubadours und klassischem Country bis hin zu Punk, Rootsfolk und Electrorock. SEB BLACK mixt all diese Einflüsse und gibt mit seiner Stimme einen unverwechselbaren Stempel. Seine Songs sind ein Abbild seiner Stadt. Mal von brüchiger Schönheit, mal elektrisierend tanzbar, dann wieder nachdenklich, aber immer mit diesem unwiderstehlichen Groove und ungebremsten Drive.

 

Fazinierend, anziehend, irritierend

 

Seine Stil-Mischung scheint wie ein alter Bekannter, musikalische Zitate blitzen auf und der Magier SEB BLACK gibt allem seinen unverwechselbaren Charme. Jeder Song hat Hit-Charakter ohne billig zu sein, ohne im Mainstream zu versinken und vor allem, ohne eine Kopie zu sein. Seine Underdog-Stories sind bösartig, bissig, aber auch ernsthaft traurig, SEB BLACK schreit den Blues heraus, ist ein gefühlvoller Geschichtenerzähler, ein verletzlicher Balladenkönig und Straßenpunk. Faszinierend, anziehend und irritierend zugleich.