Brainwash

Brainwash

Hathors, Brainwash, Noisolution, Cover

01. Angry Vampire
02. Every Night
03. Venus In Trouble
04. You Are Cute
05. Light In Life
06. New York
07. Hit Me
08. Manifestation
09. Give It Up
10. Holding Hands
11. Deep Blues Ocean
12. Kids Are Leaving
13. Brainwash

 

Wer das Album in der Hand hält, weiß Bescheid. Die Anmutung ist eindeutig. Nicht zufällig erinnert das Artwork an selige SubPop-Zeiten und die Klassiker sowie deren Veröffentlichungen. Die Wurzeln sind hier zu suchen, auch wenn man nur wenig Grunge finden wird und dies nur ein kleiner Teil ist. Aber die Einstellung, die rohe Art Rockmusik zu präsentieren, das Ungestüme, der Wahnsinn “on stage”, der viele Seattle Bands ausmachte, all das findet man in “Brainwash” wieder.

 

Das dicke “Fuck You”

 

Das Schwarz/Weiß-Cover könnte ebenso von Seattles Hof-Fotografen Charles Petersen sein. Live on stage, lange Haare, verschwitze Oberkörper… reduziert auf das Wesentliche. Das dicke “Fuck You” quillt aus allen Ecken und Zwischentönen. Unter der Jacke erahnt man ein SONIC YOUTH T-Shirt. Hier stimmt optisch alles. Genau wie das Trio es musikalisch hinbekommt, die vielen altbekannten bunten Steinchen zu Mischen und neu zusammen zu bauen. Und waren nicht die Lego-Flugzeuge die besten, die man selber baute, nachdem das gekaufte Feuerwehrauto runtergefallen und in die Bestandteile zerlegt war?

 

Kompaktes Album-Album

 

Hier sind die Steinchen Grunge, Punk, Hardcore, Alternativerock… ein knallhartes und kompromissloses Album von dem Trio aus Winterthur. Dreizehn Songs, die wenig Luft lassen und auch in den wenigen Momenten bei angezogener Handbremse es nie einfach machen. “Brainwash” ist ein Album-Album. Eines, das kompakt und geschlossen wirkt. Die Anspieltipps ändern sich dementsprechend und sind eher zufällig. Hier ein schneller Versuch:

 

  • “Angry Vampire” – gibt als Opener die Richtung vor und der Titel verspricht nicht zu viel. HATHORS packen ihre Wut in die Akkorde, die scheinen das Benzin im Band-Tank zu sein.

 

  • “Hit Me” – rollt und groovt und ist im Band-Kosmos vielleicht schon der Griff zu den Pop-Sternen, ohne jede Aussicht auf Tagesplays im Radio. Was eher ein Schande für die Radios ist…  Ein großartiger, fast majestätischer Song.

 

  • New York” – ein düsteres, ungewohnt schwebendes Stück mit viel Atmosphäre und Sound.

 

  • Venus In Trouble” – sicher einer der auffälligsten Tracks auf dem Album. Stellvertrretend für die Band, die ihre eingängigen Melodien und catchy Tunes ins Gesicht schreien.

 

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