Brother Grimm

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Albträume in Fuckmoll 

Wie hieß es in den Kritiken zum Debütalbum so passend: “Da denkt man an die Brüder selben Namens und ihre prächtigen Albtraum-Lieferanten für kleine und große Kinder“ und liegt da gar nicht mal so falsch, auch wenn dieser Bruder hier alleine sein Werk vollendet. Denn auch dieser Bruder Grimm widmet sich Albträumen, doch sind die seinen akustischer Natur.

Dunkel, schwermütig und tief emotional. Nachtmusik. Alleinmusik. Kopfhörer-musik. Shoegazer-Drone-Blues? Verhallte Spacesounds, bedrohliche Loops, Echo-Gitarren  und vereinzelte Sound-Tupfer runden das Klangbild ab. Der Aufkleber für die Genre-Schublade wurde schnell mit „Geisterhausblues“ beschriftet und “Albträume in Fuckmoll“ scheint da noch eine freundlich anmutende Beschreibung seines Sounds.

On Flatland, On Sand

Nun kommt Album Nummer Drei. Minimalistisch arrangierte Songs zwischen experimentellem Noise-Dröhnen, düsterem Experimental-Blues und hypnotischem Postrock auf der Suche nach dem Licht und den Farben. Einen Schritt gen Licht hat er ganz offensichtlich getan. Dennis Grimm, aka BROTHER GRIMM, hat auch privat eine Zeit der großen Veränderungen hinter sich und all dies spiegelt sich im dritten Album. Erneut im dänischen Christiana aufgenommen, wird es diesmal jedoch erkennbar ruppiger, melodiöser, lauter und leiser als zuvor, nicht zuletzt durch zahlreiche Freunde und Musiker, die auf der neuen Platte als Gäste zu hören sind. Die Songs erinnern zuweilen an Bands und Künstler wie Sonic Youth, Woven Hand, Mark Lanegan, Low oder Nick Cave.