Coogans Bluff

“Stoner Rock war vorgestern”, hieß es schon 2014 und wenn diese Band etwas auszeichnet, dann die Weiterentwicklung. COOGANS BLUFF spielten Stoner, Bluesrock, Funk, Soul, Kraut- und Jamrock. Auf dem Blatt klingt das vielleicht fies, nach einer Band, die alles will und nichts kann. Doch spätestens mit ihrem vierten Album “Gettin’ Dizzy” widerlegten COOGANS BLUFF dies und setzen mit “Flying To The Stars” nochmal Einen drauf. “The sky is the limit” bekommt mit diesem Album eine weitere Bedeutung. Fokussierter und stilsicherer schaffte man sich damit einen eigenen Platz. Die Abgrenzung von der Stoner-Szene deutete sich schon auf dem Album “Poncho Express” von 2012 deutlich an: Verspielte Songs unterstützt von Bläsern und CAPTAIN-BEEFHEART-Referenzen.

 

Es geht immer weiter

 

War das Aufnehmen für sie ein notwendiges Übel, haben COOGANS BLUFF – benannt nach einem Clint Eastwood-Krimi – spätestens seit “Gettin’ Dizzy” sogar Spaß im Studio. “Wir wollten es so hinbekommen, dass ein Vibe rüberkommt – nicht nur, dass es gut klingt.” Willis Bruder, Schlagzeuger Charlie, hat dabei Regie geführt. Das Ergebnis ist die Platte einer Band, die es hörbar genießt, sich auszuprobieren, und die es schafft, gleich auf mehreren Terrains zu überzeugen – ganz ohne Bluff und doppelten Boden. Mittlerweile fühlt sich das selber Produzieren gut an und Charlie Paschen produziert viele Bands im eigenen Studio.
Auch “Flying To The Stars” (2016) wurde selbst produziert und kann auch hier auf höchstem Niveau mithalten. COOGANS BLUFF haben sich in ihrem Genre nach oben gespielt und gehören spätestens seit diesem Album zur Speerspitze des sogenannten Retrorocks in Deutschland.

Im November 2017 kam dann das erste Live-Album, das genau die Essenz dieser Band einfangen hat. “Bluff Live” ist nicht einfach nur ein Lückenfüller bis zum nächsten Studio-Album, sondern hält das gewohnte Niveau hoch und lässt uns schwelgen in Erinnerungen  – bis zum nächsten COOGANS BLUFF Konzert!