Firewater

Tod Ashley, der eher unter seinem Pseudonym Tod A bekannt ist, ist seit den späten 80ern in New Yorks Musikszene aktiv. Erst spielte er mit einem gewissen Jon Spencer in einer Band namens SHITHOUSE. Danach mit den legendären COP SHOOT COP, bei denen er singt und einen von zwei Bässen spielt.

 

Dunkler Folk

 

Mitte der 90er steigt er dort aus und beginnt mit FIREWATER, die sich schnell zum Geheimtipp hochspielen.  Mit „Get Off The Cross …“ wecken FIREWATER sogleich Begehrlichkeiten der großen Labels, denen Tod jedoch die kalte Schulter zeigt. Tod A setzt auf eine Mischung aus Folk-Elementen, traditioneller osteuropäischer Musik, Songs, die an TOM WAITS erinnern und eine stets zynische, dunkle Art des Storytelling.

Auch das zweite Album „The Ponzi Scheme“ kommt auf dem eigenen Label Jet Set heraus. Mit  „Psychopharmacology“ erscheint 2002 das dritte Lebenszeichen und erstmals auf Noisolution. Ein erstes Highlight und bis heute mit einigen FIREWATER Klassikern gespickt. Danach „Man On the Burning Tightrope„. Nur zwei Monate später legt Tod mit einem Album nach, das ausschließlich Coversongs enthält und nur über Import-Wege zu bekommen ist: „Songs We Should Have Written“. THE BEATLES, die ROLLING STONES, JOHNNY CASH oder LEE HAZELWOOD sind zu hören. Musikalisch aber doch mehr den Vorbildern gehuldigt, als dem eigenen Stil.

 

Aufnahmen einer großen Reise

 

Nach der Tour zu „The Man On The Burning Tightrope“, die FIREWATER auch durch Europa führt, wird es still um die Band. Die offizielle Version ist „Urlaub in Thailand“, was nur die halbe Wahrheit ist, denn Tod geht nach Asien, um sich immer mehr von seiner Heimat zu trennen. Um sich über Wasser zu halten, unterrichtet er Englisch: „To keep himself in beer and cigarettes“. Aber es entstehen immer mehr Songs und Aufnahmen auf einer großen Reise durch die Türkei, Israel, Pakistan und Indien mit Musikern aus diesen Ländern . Das Ergebnis „The Golden Hour“ (2008) fasziniert erneut und bekommt mit  „International Orange“ schnell einen Zwilling. Ein vorläufig abschließendes Album aus dieser Zeit ist das Live Album „Live in Portland„, das einer Radio-Show entstammt, die auf hochwertige Weise die Faszination einer Show dieser multikulti-Truppe einfängt. Ein Trip durch die Jahrzehnte